Die Revolution auf der Leinwand

Kunst als Spiegel der Zeit

Die Wurzeln der so genannten Modernen Kunst reichen zurück ins 18. Jahrhundert; in die Zeit der Aufklärung und der politischen Umbrüche. Bis dahin galten Maler als Handwerker, deren Aufgabe es war, das reale und religiöse Leben abzubilden. Dabei unterstanden sie den Vorschriften der jeweiligen Staatsform und der Kirche. Beide besaßen sowohl die Mittel als auch die Macht Kunstschaffende zu finanzieren und zu beeinflussen.

Kunst auf neuen Wegen

Durch die gesellschaftlichen Entwicklungen änderte sich dies. Maler zeigten, dass sie weit mehr konnten als gelernte Fähigkeiten umzusetzen und mit diesen zu dienen; sie stellten sich den bisherigen Kunstansichten und deren akademischen Lehrmethoden entgegen. Aus den ehemaligen Handwerkern wurden Künstler, die ihre Arbeit als Mittel zur Reflexion nutzten und interpretierten, was sie sahen.

Kunst, die an- und aufregt

Zunehmend erhoben sie die THEMEN ihrer Bilder über die zur Fertigung angewandten TECHNIKEN. Durch das Spiel mit (Teil-) Motiven und Perspektive sowie Farbgebung, -verfremdung oder -reduzierung lösten sie sich von der immer noch vorherrschenden Abbildungsfunktion ihrer Werke. Bei Verfechtern der antiken und klassischen Malerei stießen die zahlreichen Stile und Grundideen der Modernen Kunst immer wieder auf Proteste; konnten sich durch Sammler und Kenner aber buchstäblich Stück für Stück durchsetzen.