Werner Thiele (1911 – 1992)
Werner Thiele wurde 1911 in Hamburg geboren, bereits im Kindesalter war seine zeichnerische Begabung erkennbar. Sein Kunsterzieher war von dem Können seines Schülers derart beeindruckt, daß er immer wieder versuchte, Thieles Vater von der Richtigkeit einer Kunsthochschulausbildung seines Sohnes zu überzeugen. Sein Vater war dagegen, kannte er doch die materielle Not vieler Künstler.
Thiele setzte sich im Laufe seines weiteren Lebens intensiv mit den Kunstströmungen des 20. Jahrhunderts auseinander.
Besonders der Kubismus, die “Fauves”, zu denen u.a. Matisse, Derain, Marquet und Dufy zählten, und der Expressionismus hinterließen ihre Spuren in seinen Werken, ebenso wie die abstrakte Malerei der 1960er Jahre. Besonders begeisterte er sich für die deutschen Expressionisten.
Neben Themen aus seiner Zeit als Soldat und russischer Kriegsgefangener, sind norddeutsche Landschaften, figürliche und abstrakte Kompositionen, Meer und Schiffe sowie immer wieder Bilder mit religiösen Inhalten Themen seiner künstlerischen Werke.
Werner Thiele ging erst ans Werk, wenn seine Bildvorstellung im Kopf fertig war, bei der Umsetzung vom Kopf auf die Leinwand vertraute er sich allein dem Prozess an.
Sein künstlerisches Motto: ,,Kunst kann man nicht machen – man arbeitet, und es wird Kunst – oder auch nicht!“
Am 13.12.1992 erlag der Künstler einem erneuten Herzinfarkt. Werner Thiele war ein Mensch mit großer Geduld und viel Humor, ließ sich nicht drängen und nahm sich Zeit. Er war ein guter Zuhörer und hatte ein großes Herz.
Werner Thiele : Teehaus auf Amrum
Öl auf Leinwand / Oil on Canvas , ca. 130 x 101 cm , Reproduktionen in verschiedenen Grössen erhältlich / reproductions available in various sizes







